{"id":10,"date":"2013-12-03T16:25:07","date_gmt":"2013-12-03T15:25:07","guid":{"rendered":"http:\/\/orawka-kosciol.pl\/?page_id=10"},"modified":"2025-07-29T20:33:47","modified_gmt":"2025-07-29T18:33:47","slug":"historia","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/orawka-kosciol.pl\/de\/historia\/","title":{"rendered":"Beschreibung"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Geschichte der Kirche St. Johannes der T\u00e4ufer in Orawka<\/b><\/p>\n<div id=\"attachment_692\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/orawka-kosciol.pl\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/MG_0215.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-692\" class=\"size-medium wp-image-692\" src=\"http:\/\/orawka-kosciol.pl\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/MG_0215-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/orawka-kosciol.pl\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/MG_0215-300x200.jpg 300w, https:\/\/orawka-kosciol.pl\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/MG_0215-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/orawka-kosciol.pl\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/MG_0215-624x416.jpg 624w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-692\" class=\"wp-caption-text\">fot. Tomasz Parys<\/p><\/div>\n<p>Orawa ist ein historisch-ethnografisches Gebiet an der polnisch-slowakischen Grenze. In dem polnischen Teil von Orawa ist diese Kirche die erste katholische Pfarrkirche und zugleich das \u00e4lteste erhaltene Denkmal.<\/p>\n<p>Presbyterium mit der Sakristei und das Kirchenschiff, die \u00e4ltesten Teile der Kirche, wurden in den Jahren ca. 1651\u20131656 aus Tannenholz in Blockbauweise, d. h. ohne N\u00e4gel errichtet. Der Initiator des Baus und erster Pfarrer war Pater Jan Sczechowic. Im Jahre 1728 wurde an die Holzkirche eine gemauerte Kapelle angebaut, die der Schmerzhaften Mutter Gottes gewidmet ist.<\/p>\n<p>Die W\u00e4nde und die Decke der Kirche sind mit einer Polychromie bedeckt, die von unbekannten Malern in Temperatechnik auf Holz geschaffen wurde. Diese Malereien entstanden in mehreren Etappen zwischen ca. 1680 und 1711. Die wichtigsten Gem\u00e4lde sind die 14 Szenen aus dem Leben des hl. Johannes des T\u00e4ufers. Der Zyklus beginnt auf der Decke mit der Szene \u201eDie Verk\u00fcndigung an Zacharias\u201c und setzt sich in Richtung der Empore mit \u201eDie Heimsuchung Mariens bei Elisabeth\u201c fort. Weiter auf der Decke, nun im Kirchenschiff, folgen \u201eDie Geburt des hl. Johannes\u201c und \u201eDer kleine Johannes in der Wildnis\u201c. An der Nordwand sind von der Empore in Richtung Altar Darstellungen des Wirkens des Kirchenpatrons zu sehen: \u201eDer hl. Johannes predigt zu den Menschenmengen\u201c, \u201eDie Stimme des Rufenden in der W\u00fcste\u201c, \u201eJohannes stellt Jesus den Pharis\u00e4ern und J\u00fcngern vor\u201c, \u201eDie Taufe Jesu im Jordan\u201c und links vom Hauptaltar \u201eDie Ermahnung des Herodes\u201c. An der S\u00fcdwand sind die letzten Tage des Kirchenpatrons dargestellt: \u201eDer hl. Johannes im Gef\u00e4ngnis\u201c, \u201eDas Martyrium des hl. Johannes\u201c, \u201eDas Gastmahl des Herodes\u201c sowie vor dem Triumphbogen \u201eHerodias und Salome mit dem Haupt des hl. Johannes\u201c. Der Zyklus schlie\u00dft mit \u201eDas Begr\u00e4bnis des hl. Johannes\u201c \u00fcber der T\u00fcr des Seiteneingangs der Kirche.<\/p>\n<p>Der zweite Polychromie-Zyklus umfasst 50 Darstellungen von Heiligen und Seligen, die mit der Geschichte des K\u00f6nigreichs Ungarn verbunden sind, weil geh\u00f6rte Orawa zu diesem K\u00f6nigreich bis zum Ende des Ersten Weltkriegs. Die Malereien wurden nach den Kupferstichen von Gabriel Hevenesi mit dem Titel Ungaricae Sanctitatis Indicia, die 1692 ver\u00f6ffentlicht wurden, angefertigt. Dargestellt sind K\u00f6nige, Bisch\u00f6fe, M\u00e4rtyrer, Ordensleute sowie heilige Frauen aus der k\u00f6niglichen Familie der Arpad.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/orawka-kosciol.pl\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/IMG_7286-.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-72 alignleft\" src=\"http:\/\/orawka-kosciol.pl\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/IMG_7286--300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/orawka-kosciol.pl\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/IMG_7286--300x200.jpg 300w, https:\/\/orawka-kosciol.pl\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/IMG_7286--1024x682.jpg 1024w, https:\/\/orawka-kosciol.pl\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/IMG_7286--624x416.jpg 624w, https:\/\/orawka-kosciol.pl\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/IMG_7286-.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Die Malereien an der Chorbalustrade links vom Haupteingang illustrieren anschaulich die zehn Gebote und zeugen von einer genauen Kenntnis des damaligen Lebens der Adligen und Bauern, der Br\u00e4uche und Sitten der Region Ober Orawa. Diese Gem\u00e4lde geben auf einzigartige Weise Auskunft \u00fcber die Volkstrachten und Gebrauchsgegenst\u00e4nde jener Zeit.<br \/>\nErw\u00e4hnenswert ist auch noch die naive Darstellung der Szene mit der H\u00f6lle. Man findet sie gleich hinter der Eingangst\u00fcr am Aufgang zum Chor. Zierde der Orgelempore sind als Himmel die dreizehn musizierenden Engel. Ihre Instrumente geben authentisch Auskunft \u00fcber Instrumentenbau und Spielpraxis jener Zeit.<\/p>\n<p>Die Kirche hat drei sp\u00e4tbarocke Alt\u00e4re aus der 1. H\u00e4lfte des 18. Jahrhunderts. Der Hauptaltar wird von einer interessanten Pietadarstellung vom Ende des 17. Jahrhunderts geschm\u00fcckt. Im Juni und zu Weihnachten ist die Pieta mit einem Gem\u00e4lde des Heiligen Johannes bedeckt. Die Pieta flankiert ist von den polnischen Schutzheiligen Adalbert (links) und Stanislaus (rechts). \u00dcber den Altart\u00fcren thronen mit den heiliggesprochenen Ungarnk\u00f6nigen Stephan I. und Ladislaus I. die Reichsgr\u00fcnder Ungarns.<br \/>\nDie oberen R\u00e4nge des Hauptaltars sind die heiligen F\u00fcrsten Emmerich und Kasimir sowie die M\u00e4rtyrerinnen Katharina von Alexandrien und Barbara von Nikomedia dargestellt.<\/p>\n<p>Der linke Nebenaltar in Kirchenschiff ist der Allerheiligsten Jungfrau Maria gewidmet. Bemerkenswert ist die Darstellung des Erzengels Michael und seines Sieges \u00fcber den Teufel.<br \/>\nDer rechts gelegene Nebenaltar stellt die Leiden Christi dar. Bei dem Gem\u00e4lde handelt es sich um eine Kopie der \u201eKreuzigung\u201c von Peter Paul Rubens. Der Altar verstellt den Blick auf den \u201cNachdenklichen Christus, Schmerzensmann\u201d, die \u00e4lteste Statue in der Kirche aus dem Jahr 1490. Sie tr\u00e4gt alle Stilmerkmale der Gotik und gef\u00e4llt durch die Nat\u00fcrlichkeit der Darstellung.<\/p>\n<p>Auf dem h\u00f6lzernen Triumphbogen verweist die Jahreszahl 1711 unterhalb der Kreuzigungsgruppe auf den Abschlu\u00df der \u00fcberaus pr\u00e4chtigen Ausmalung der Kirche. Diese reicht von der Decke bis zum Kirchengest\u00fchl und dem Beichtstuhl. Wer genau die zahlreichen beeindruckenden Bildzyklen geschaffen hat, ist nicht \u00fcberliefert.<br \/>\nDie h\u00f6lzerne Kassettenholzdecke zieren herrliche Rosetten in leuchtenden Farben und verschiedenen Formen. Es liegt nahe, da\u00df die Maler die h\u00f6fischen Vorbilder ihrer Zeit genau gekannt haben.<\/p>\n<p>Auf der rechten Seite des \u201eLeidensweges Jesu\u201c sieht man das Wappen des Erzbischofs von Esztergom, Georg Lippay. Er war einer der G\u00f6nner und Wohlt\u00e4ter der Kirche in Orawka. Auf der linken Seite bemerkt man das Wappen der Habsburger Kaiser.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/orawka-kosciol.pl\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/IMG_7297_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-73 alignleft\" src=\"http:\/\/orawka-kosciol.pl\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/IMG_7297_-180x300.jpg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/orawka-kosciol.pl\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/IMG_7297_-180x300.jpg 180w, https:\/\/orawka-kosciol.pl\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/IMG_7297_.jpg 602w\" sizes=\"auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px\" \/><\/a>Die renovierungsbed\u00fcrftige Orgel von 1670 war ein Geschenk der Habsburger an den damaligen K\u00f6nig von Ungarn. Der hielt seine sch\u00fctzende Hand \u00fcber die Katholiken und besonders \u00fcber die Kirche von Orawka.<\/p>\n<p>Daher im Jahre 1651 schenkte K\u00f6nig Ferdinand III. von Habsburg dem Kirchlein in Orawka eine 15 Zentner schwere Glocke mit der Aufschrift:\u00a0 \u201eMe donavit Ferdinandus III Imperator Romanorum Augusti 1651\u201c. Ein Jahr darauf spendete der ungarische K\u00f6nig Ferdinand IV. zwei kleinere Glocken mit der Aufschrift: \u201eMe donavit universis Catholicis Arvensibus Ferdinandus IV Rex Hungariae, Bohemias 1652\u201c. Bis auf eine Glocke wurden diese w\u00e4hrend des 1. Weltkriegs von ungarischen Beh\u00f6rden requiriert. <span class=\"HwtZe\" lang=\"de\"><span class=\"jCAhz ChMk0b\"><span class=\"ryNqvb\">Sie k\u00f6nnen es im Glockenturm neben der Kirche sehen.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>Gern begr\u00fc\u00dfen wir Sie pers\u00f6nlich in unserer bemerkenswerten Kirche.<br \/>\nSie sind herzlich eingeladen.<\/p>\n<p><em>Bearbeitung: Hans-J\u00fcrgen Moder<\/em><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Geschichte der Kirche St. Johannes der T\u00e4ufer in Orawka Orawa ist ein historisch-ethnografisches Gebiet an der polnisch-slowakischen Grenze. In dem polnischen Teil von Orawa ist diese Kirche die erste katholische Pfarrkirche und zugleich das \u00e4lteste erhaltene Denkmal. Presbyterium mit der Sakristei und das Kirchenschiff, die \u00e4ltesten Teile der Kirche, wurden in den Jahren ca. 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